Archiv der Kategorie: Datenschutz im Unternehmen

Ich traue Google nicht. Warum das neue Dashboard trotzdem hilft

Ich kenne „Die Google Falle“, bin skeptisch gegenüber allen amerikanischen Weltverbesserungunternehmungen und empfehle „Das Lied vom Datenkraken“ für die Charts:

Du willst meine Seele speichern
um dich daran zu bereichern
Nichts an mir ist dir egal
du schlägst aus allem Kapital

Aber die Behauptung, das neue Google Dashboard habe nichts mit Datenschutz zu tun, halte ich für unbedacht, vielleicht sogar populistisch. Weiterlesen

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Schätzen Sie mal: Wie viele Webshops nutzen veraltete Software? [Update]

Die aktuellen Datenschutzpannen und -skandale haben alle nichts Mythisches. Immer wieder dieselben Fehler. Kleine Ursache, große Wirkung. DatenSkandalAnwärter heute: Webshops mit veralteter Software, aber vermutlich  jeder Menge Kundendaten.

Xamit hat sich vor der Wahl einen guten Namen durch die Studie „Parteien und Datenschutz – Datenschutzpraxis deutscher Parteien und parteinaher Organisationen“ (pdf) gemacht. Aufschlussreich ist auch das „Datenschutzbaromter 2008 – Datenschutz im Internet“ (pdf), bereits Ende 2008 veröffentlicht und inzwischen aktualisiert. An den Zahlen wird sich wenig geändert haben.

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Geschäftsmodell: Zentrale Blutprobenbank

Vorsicht, Zynismus:

Heute schlugen bei mir zwei Meldungen so zeitnah beeinander auf, dass ich automatisch auf dumme Gedanken  – äh – ein neues Geschäftsmodell kommen musste:

1. Die Bundesnetzagentur plant laut Wikileaks einen gemeinsamen Bestandsdatenpool aller TK-Anbieter. Das soll diskutiert werden, … Weiterlesen

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BMI: Kein eigenständiges Arbeitnehmerdatenschutzgesetz geplant

In den letzten Tagen war die Meldung verbreitet worden, der neue Bundesinnenminister Thomas de Maiziere plane die baldige Vorlage eines Entwurfes für ein eigenständiges Arbeitnehmerdatenschutzgesetz. Die Pressestelle des BMI teilte mir heute auf Anfrage mit, dass der Minister hier missverständlich zitiert worden sei. Im Einklang mit den Aussagen des Koalitionsvertrages sei geplant, den Arbeitnehmerdatenschutz in einem eigenen Kapitel innerhalb des Bundesdatenschutzgesetzes (BDSG) zu verankern. Die Federführung dafür liege beim BMI.

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Passwort: Auf die Länge kommt es an

In der aktuelle Ausgabe 10/2009 der herrlich unrhythmisch und nie zu früh erscheinenden DuD (Datenschutz und Datensicherheit) findet sich ein Artikel von Dirk Fox zu „Mindestlängen von Passwörtern und kryptografischen Schlüsseln“ (620-623). Der technische Fortschritt fordert seinen Preis; Stichworte „Rainbow Tables“ und hilfreiche Grafikprozessoren. Aus der Dauer einer „Brute Force“-Suche nach Windows-Passworten mit „Rainbow Crack“ ergibt sich – vereinfacht gesagt – die Konsequenz: Weiterlesen

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Kontakte: Wohin mit Datenfunden oder Datenschutzproblemen?

Heute zwitscherte jemand: „In Deutschland sollte mal eine Anlaufstelle für Datenfunde eingerichtet werden. Kann ja nicht sein, dass es der Job von @Netzpolitik ist.“

Ist es auch nicht. Netzpolitik schreibt selbst etwas zum Thema „Wie geht man mit Sicherheitslücken um?“. Als Datenschützer ergänze ich flink die zuständigen Datenschutzaufsichtsbehörden und gebe noch ein paar Hinweise.

Wer diesen Artikel liest, kennt Blogs. Wichtige Datenschutzblogs finden sich in meiner Blogroll. Für die einfache Publizierung einer Datenpanne empfehle ich zusätzlich den Eintrag beim „Projekt Datenschutz„.

Wird bei Datenpannen oder Beschwerden gern übersehen: Für Klärungen und Fragen kann man sich direkt an den entsprechenden betrieblichen Datenschutzbeauftragten der betroffenen Unternehmen wenden: Sie müssen von außen problemlos erreichbar sein (telefonisch verbinden lassen) und sind nach dem Bundesdatenschutzgesetz zur Verschwiegenheit über die Identität des Betroffenen verpflichtet. Aus dem BDSG §4f: Weiterlesen

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Marketing und Datenschutz: Eine Hassliebe

Manchmal treffen zufällig zwei Ereignisse aufeinander und beleuchten dadurch ein bekanntes Thema in einem neuen Licht. Ich habe in den letzten Tagen Anlass gehabt, über das Verhältnis von Marketing und Datenschutz nachzudenken.

Marketing entdeckt Datenschutz

Vor einer Woche überraschten mich die Ergebnisse einer lesenswerten Studie von Client Vela und TU München. Siehe dazu hier im Blog:

Auf die Frage „Wie beeinflussen die folgenden Faktoren Ihre Absicht, bei einem Unternehmen erneut zu kaufen und/oder dieses weiterzuempfehlen?“ erhielt der Punkt „Datenschutz“ insgesamt die drittbeste Bewertung, wurde aber von 43%  als „sehr starker“ Faktor genannt – Spitzenwert!

Datenschutz rangierte damit hinter dem Preis und der Mitarbeiterkompetenz, aber vor Serviceleistungen, den Kernleistungen des Produktes und sieben weiteren Faktoren.
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