Archiv der Kategorie: Datenschutz unterwegs

Statistik: 16.000 verlorene Laptops pro Woche

(Fast) jeder verlorene Laptop ist eine kleine – oder mittlere – Datenpanne. Etwa die Hälfte der Geräte enthielten vertrauliche Daten.

Was u.a. bei CIO als aktuelle Studie angepriesen wird, ist zwar schon vom Juli 2008, aber trotzdem interessant; Quelle: „Airport Insecurity“ vom Ponemon Institut (zu Ponemon siehe auch hier):

  • 12.200 verlorene Laptops pro Woche in den 106 größten Flughäfen der USA, dabei knapp 5.000 in den Big 5
  • 3.400 verlorene Laptops pro Woche in den 7 größten Flughäfen Europas, dabei 300 in Frankfurt

Die Studie mit den angeführten Gründen für die Verluste (Hektik oder zu viele Gepäckstücke) und den vorhandenen Sicherheitsmechanismen (Deutschland führend bei  der Daten- und Festplattenverschlüsselung) ist ganz lesenswert.

Zum gestrigen Thema der gefühlten Sicherheit:

Over 28% of European and 34% of U.S. business travelers who say they do take steps to protect the sensitive or confidential information in their laptop computers don’t know how this information is protected.

Wohlgemerkt, die völlig ungeschützten Kisten sind da gar nicht mehr berücksichtigt (22% in Deutschland – 57% in Spanien). Die anderen fühlten sich wenigstens sicher: „Irgendwie hatte ich meine Daten geschützt, aber wie nur???“

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Teures Sicherheitsgefühl: 1000 Videokameras klären 1 Straftat auf

Auf der it-sa habe ich nicht nur klugen Vorträgen gelauscht und nette Menschen kennengelernt, sondern auch einen Packen Zeitschriften aus Fachbereichen am Tellerrand meines Beraterhorizonts eingesackt. In der WiK (Zeitschrift für die Sicherheit der Wirtschaft) Nr.5, Oktober 2009 las ich Erstaunliches:

Mehr als eine Million Kameras sind in Großbritannien installiert – doch pro 1.000 Kameras wird nur eine Straftat aufgeklärt, […] Dazu kommentiert David Davis MP, ehemaliger Schatteninnenminister: „Es wird Zeit darüber nachzudenken, wofür das Budget für Kriminalitätsprävention ausgegeben wird. CCTV führt zu massiven Ausgaben mit einer minimalen Effektivität.“

Der zitierte Report nennt eine weitere Zahl:

Each case helped by the use of CCTV effectively costs £20,000 to detect, Met figures showed.

Das sind knapp 22.000 Euro. Dazu fallen mir eine Menge bissiger Kommentare ein…

Die Auftraggeber der Studie sind dennoch zufrieden, denn:

The Home Office defended the use of CCTV, with a spokesman saying cameras could „help communities feel safer“.

Gefühlte Sicherheit. Dazu fällt mir wiederum gar nichts ein.

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Video: Was Bürger unserem Datensammler alles verraten – c’t-TV

Ja, gelegentlich wird man im Datenschutzalltag unsanft aus seinen Träumen gerissen. Wer glaubt, daß die Vielzahl der Datenskandale der letzten Jahre die Sensibilität für den Umgang mit den eigenen Daten beim „Mann auf der Straße“ erhöht haben, wird  im Video von c’t-TV eines besseren belehrt:

Kennen Sie die „Prüfanstalt für technische Wiedergutmachung“? Nein? Können Sie auch gar nicht, denn dieses Institut gibt es gar nicht. Wir haben einen Kollegen auf die Straße geschickt, ausgestattet mit einem erfundenen Prüfsiegel, einem nachgemachtem Fragebogen und den nötigen Utensilien, um sogar eine DNA-Probe nehmen zu können – Das ganze gedreht mit der versteckten Kamera.

Ganz freundlich fragen wir Passanten, welche Krankheiten sie haben und wie viel sie verdienen, bitten um Kontonummern und den Personalausweis. Sie glauben, niemand gibt Auskunft? Irrtum!

Quelle c’t-TV

„Gucken Sie doch einfach mal selbst“, meint der Moderator.

Nach deprimierenden 8 Minuten bleibt nur die vage Hoffnung auf eine kommende Generation, die schon zeitig aus selbst erlittenem Schaden klug wird.

Oder hat jemand eine bessere Idee?

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