Archiv der Kategorie: Google

Ich traue Google nicht. Warum das neue Dashboard trotzdem hilft

Ich kenne „Die Google Falle“, bin skeptisch gegenüber allen amerikanischen Weltverbesserungunternehmungen und empfehle „Das Lied vom Datenkraken“ für die Charts:

Du willst meine Seele speichern
um dich daran zu bereichern
Nichts an mir ist dir egal
du schlägst aus allem Kapital

Aber die Behauptung, das neue Google Dashboard habe nichts mit Datenschutz zu tun, halte ich für unbedacht, vielleicht sogar populistisch. Weiterlesen

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Videotipp: Vorbildlicher Datenschutz bei Google Streetview ;-)

Da bin ich aber beruhigt… Ein süüüßes Video aus Japan beweist, dass wir uns um unsere Daten wegen Google Streetview keine Sorgen machen müssen.

Schlafen Sie ruhig (weiter).

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Videotipp: Die Macht des Internets

Dank an Rolf Grießhammer für den Hinweis auf den interessanten 43min-ARD-Podcast „Die Macht des Internets“. Kann hier angesehen und auch heruntergeladen werden. Nichs Neues für den Nerd, aber ein netter Überblick für nicht so internet-affine Zeitgenossen. Erwähnt in diesem Blog, weil auch auf verschiedene Gefahren aus dem Netz eingegangen wird – Stichwort Datenmissbrauch und insbsondere Google.

Inhaltsüberblick (Dank an Rolf Grießhammer):

Wie ist das Internet entstanden?
Welche Rolle spielte das Internet im Wahlkampf von Barack Obama?
Die Piratenpartei und Onlinepetitionen: das Internet als politisches Machtinstrument
Die Bedeutung des Internets im Iran
Das Rätsel der 6 Ecken
Die Gefahr des Datenmissbrauchs
Cloud Computing im Studium
Suchmaschinen: Google & Co – wie funktionieren sie eigentlich?
Das Google-Monopol
Google Street View und der Datenschutz
Freiheit und Kontrolle im Netz

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Die Zeiten ändern sich: Microsoft, Google und der Datenschutz

Heute tickerte und twitterte eine ZDNet-Meldung (Tom Espiner, Stefan Beiersmann) um die Welt:   „Microsoft kritisiert Datenschutz in Chrome 3.0“

Amy Barzdukas, General Manager für Internet Explorer und Consumer-Security bei Microsoft, hat auf der RSA-Konferenz in London den Datenschutz von Chrome 3.0 kritisiert. Der Browser sende mit jedem Buchstaben, der in das Suchfeld eingegeben werde, ein Datenpaket an Google.

In einer Rede demonstrierte Barzdukas unter Verwendung des HTTP-Debugging-Proxys „Fiddler„, dass der Internet Explorer 8 bei der Verwendung von Bing keine Daten zurück an Microsoft sendet, während ein Nutzer Daten in das Suchfeld eingibt. Im direkten Vergleich zeigte sie, wie Chrome zusammen mit der Google-Suche nach jeder Eingabe eines Zeichens ein Datenpaket an den Suchanbieter verschickt, auch wenn noch keine Suchanfrage ausgelöst wurde. „Browser-Hersteller müssen beim Datenschutz sorgfältiger sein“, sagte Barzdukas.

Microsoft kritisiert Google – und mit Recht.

Vor nicht allzulanger Zeit waren die Rollen genau umgekehrt verteilt: Microsoft als böser Monopolist, dessen Produkte artig (und heimlich) nach Hause telefonierten; Google dagegen der werbefreie Strahlemann und Heilsbringer der Suchmaschinenwelt.

Ohne Anspruch auf Vollständigkeit ein paar Meilensteine für den Imagewechsel von Microsoft – aus meiner ganz persönlichen Datenschutzberater-Sicht:

  • Microsoft war das erste Unternehmen, das 2002 den BigBrotherAward persönlich entgegennahm – vertreten durch den Datenschutzbeauftragten Sascha Hanke. Den Mumm hatte seitdem nur noch Telekom-DSB Claus Ulmer im vergangenen Jahr.
  • Spätestens seit diesem Zeitpunkt bemühte sich Microsoft um gute Kontakte in die Datenschutzszene, beispielsweise durch Unterstützung und Mitwirkung bei Kongressen und Tagungen wie der DuD.
  • Microsoft gibt Studien zum Thema in Auftrag, Beispiel „Bewusstseinswandel im Internet“ vom Januar 2009
  • 2005 forderte Microsoft ein nationales Datenschutzgesetz für die USA (Was ist eigentlich daraus geworden?)
  • In Deutschland unterzieht sich Microsoft seit 2006 für verschiedene Produkte den Prüfungen zum Schleswig-Holsteinischen Datenschutz-Gütesiegel (ULD).
  • Microsoft verwendet den Begriff „Datenschutz“ in seinen Produkten und Erklärungen überwiegend in korrekter Weise – das ist leider nicht selbstverständlich.

Das ist nicht nur Marketing- und PR-Gebrumm, sondern schlägt sich zunehmend auch in den Produkten wieder. Ich weiß: Natürlich gibt es immer noch gute Gründe gegen Microsoft-Produkte; natürlich gibt es immer wieder neue Lücken und neue Begehrlichkeiten. Aber Microsoft nimmt den Datenschutz seiner Kunden zunehmend wahr und ernst – und fährt gut damit.  Nachmachen, bitte!

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