Archiv der Kategorie: Videoüberwachung

Wir wollen überwacht werden – oder doch nicht?

Online-Pressearbeit ist eine feine Sache. Man schreibt ein paar Zeilen über eine durchgeführte Studie, versieht das Ganze mit einer gefälligen Überschrift und freut sich über Hunderte gedankenloser Weiterleiter.  Die Überschrift bleibt hängen – die genauen Zahlen schauen sich die wenigsten an.

Heute bin ich auf die Pressemitteilung der Immowelt AG vom 14.10.2009 aufmerksam geworden: „Kamera im Hausflur: Deutsche haben keine Angst vor Überwachung“ Dort heisst es im Aufmacher:

Das Bedürfnis nach Sicherheit wiegt mehr als die Sorge, überwacht zu werden – das ist das Ergebnis einer Umfrage von Immowelt.de, eines der führenden Immobilienportale.

Freundlicherweise stellt uns Immowelt die Zahlen zur Verfügung: Weiterlesen

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Videotipp: Die Wahrheit über Saddams Massenvernichtungswaffen ;-)

Extra3 erklärt uns in knapp 3 Minuten alles über das Abhören und löst nebenbei (zu spät) das Rätsel um die Massenvernichtungswaffen im Irak: Gute Unterhaltung!
Diese Information erreicht mich über Twitter an dem Tag, an dem über 20.000 Anfragen zur Vorratsdatenspeicherung berichtet wird. Indirektes Abhören sozusagen…

Dank an @aktionfsa.

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Videotipp: Vorbildlicher Datenschutz bei Google Streetview ;-)

Da bin ich aber beruhigt… Ein süüüßes Video aus Japan beweist, dass wir uns um unsere Daten wegen Google Streetview keine Sorgen machen müssen.

Schlafen Sie ruhig (weiter).

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Teures Sicherheitsgefühl: 1000 Videokameras klären 1 Straftat auf

Auf der it-sa habe ich nicht nur klugen Vorträgen gelauscht und nette Menschen kennengelernt, sondern auch einen Packen Zeitschriften aus Fachbereichen am Tellerrand meines Beraterhorizonts eingesackt. In der WiK (Zeitschrift für die Sicherheit der Wirtschaft) Nr.5, Oktober 2009 las ich Erstaunliches:

Mehr als eine Million Kameras sind in Großbritannien installiert – doch pro 1.000 Kameras wird nur eine Straftat aufgeklärt, […] Dazu kommentiert David Davis MP, ehemaliger Schatteninnenminister: „Es wird Zeit darüber nachzudenken, wofür das Budget für Kriminalitätsprävention ausgegeben wird. CCTV führt zu massiven Ausgaben mit einer minimalen Effektivität.“

Der zitierte Report nennt eine weitere Zahl:

Each case helped by the use of CCTV effectively costs £20,000 to detect, Met figures showed.

Das sind knapp 22.000 Euro. Dazu fallen mir eine Menge bissiger Kommentare ein…

Die Auftraggeber der Studie sind dennoch zufrieden, denn:

The Home Office defended the use of CCTV, with a spokesman saying cameras could „help communities feel safer“.

Gefühlte Sicherheit. Dazu fällt mir wiederum gar nichts ein.

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