Datenschutzerklärungsnot

„Datenschutzerklärung“ kann ich das nicht wirklich nennen, der jetzige Titel passt besser.
Vorweg: Ich werde wohl umziehen müssen 😦

Die gute Nachricht: Ich bin ungefährlich

Nach anfänglichem Registrierungsübermut habe ich inzwischen alle besucherdatensammelnden Publicons diverser Blogkataloge in die Tonne gekloppt und mShots deaktiviert.

Ich erfahre über meine Besucher und Leser genau das, was sie mir selbst übermitteln (im Falle von Kommentaren oder Trackbacks) oder was mir die integrierten WordPress.com-Statistiken verraten (Referrer, Top-Artikel & Seiten, Klicks, Suchbegriffe). Beides nett und nützlich. Mehr interessiert mich auch nicht.

Die andere Nachricht: WordPress.com ist eben WordPress.com

Ich habe mein Blog ohne großes Nachdenken auf WordPress.com eingerichtet. Die unkomplizierte Erstellung bezahle ich jetzt mit einem Mangel an Konfigurationsmöglichkeiten:

  • Das ungeliebte Akismet kann ich derzeit nicht deaktivieren, Pflicht-Klausel dazu nachfolgend.
  • Die Seite versucht außerdem, den Nutzer mit Javasript und Cookies von Quantcast Tracking (Zählpixel) und SkimLinks (Affiliate) zu bewerfen, was man natürlich nicht zulassen muss. Auch hier: Keine Ahnung, ob und wie ich das mit meinem Micky-Maus-Account generell deaktivieren kann. Update: SkimLinks könnte ich vermutlich durch ein kostenpflichtiges No-Ads-Upgrade eliminieren; Quantcast nutzen die Seitenbetreiber für eigene Zwecke.
  • WordPress.com verweist im Übrigen auf die Datenschutzerklärung von Automattic: http://automattic.com/privacy/ Ironischerweise arbeitet diese u.a. mit Google Analytics, ohne darauf hinzuweisen. Wo bin nur hingeraten…
  • Update: Wie ich jetzt erst bemerkt habe, werden bei Kommentaren auch komplette IP-Adressen gespeichert. Für mich unabstellbar. Na prima.

Hilfreich zur Analyse: BuiltWith

Das sind Gründe, die mich früher oder später von hier vertreiben werden 😦

Update 07.11.2009: Ich wechsle zum Nicht-Speicherer dotplex.

Dieses Blog benutzt Akismet, einen Analysedienst von Automattic Inc. (Automattic). Akismet analysiert die Interaktionen aller Besucher auf diesem Blog nach bestimmten Mustern, um ungewollte Einträge, sogenannten Spam, dem Anbieter dieses Blogs anzuzeigen und gegebenenfalls zu entfernen. Hierfür werden bei Interaktion mit diesem Blog z.B. bei abgegebenen Kommentaren, einige Informationen über Ihren Computer (einschließlich Ihrer IP-Adresse) sowie die zum Beispiel bei Kommentaren hinterlegten Inhalte auf einen Server von Automattic in den USA übertragen, gespeichert und verarbeitet. Dies ist notwendig, um der immer größer werdenden Menge an Spameinträgen aktiv und professionell entgegentreten zu können. Automattic wird diese Informationen gegebenenfalls an Dritte übertragen, sofern dies gesetzlich vorgeschrieben ist oder soweit Dritte diese Daten im Auftrag von Automattic verarbeiten. Durch die Nutzung und insbesondere durch Interaktion mit diesem Blog erklären Sie sich mit der Bearbeitung der über Sie erhobenen Daten durch Automattic in der zuvor beschriebenen Art und Weise und zu dem zuvor benannten Zweck einverstanden.
Wenn Sie einen Kommentar hinterlassen, werden, wie oben beschrieben, sowohl Ihre IP-Adresse als auch Ihre Email-Adresse und der Kommentar selbst in ein Automattic Rechenzentrum in die USA übermittelt und verarbeitet. Der Anbieter kann dort Ihre personenbezogenen Daten einsehen. Er wird seinerseits diese Daten keinem Dritten zugänglich machen oder übermitteln. Der Anbieter behält sich außerdem vor Kommentare nicht zu veröffentlichen oder einfach zu löschen.

Update 04.11.2009: Wie ich erst jetzt bemerke, werden zu den Kommentaren auch die IP-Adressen gespeichert. Unabstellbar für mich. Na prima.

5 Antworten zu “Datenschutzerklärungsnot

  1. Pingback: Datenschutzeingeständnis « Datenschutzalltag

  2. Hm, die Frage ist, ob du überhaupt eine Datenschutzerklärung brauchst, dieses Blog ist schließlich in den USA gehosted.

  3. Jens Ferner

    Ist mein erster Kommentar weg? Wie gesagt: Eine Datenschutzerklärung braucht man nur unter Umständen, gleich wo das Blog liegt, musst du als deutscher Anbieter aber das TMG einhalten – das ist also kein „Ausweg“.

  4. Jens Ferner

    Also hier nochmal kurz: Die Frage, ob eine IP-Adresse personenbezogen ist, ist umstritten – eine Übersicht habe ich hier erstellt:
    http://www.ip-adressen-recht.de/personenbezogen/

    Nur wer die Personenbezogenheit bejaht, hat bei Anbietern wie wordpress.com dann Probleme.

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