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[BvD] Datendiebstahl bei SchülerVZ: Vorbeugung statt nur Empörung

Eine Pressemitteilung des Berufsverbands der Datenschutzschutzbeauftragten Deutschlands (BvD) e.V.:

Datendiebstahl bei SchülerVZ: Vorbeugung statt nur Empörung

Schülerdaten gelangen erneut ins Visier von Datendieben. Aus diesem Anlass weist der Berufsverband der Datenschutzbeauftragten Deutschlands (BvD) e.V. auf Defizite bei der Medienerziehung hin.

„So sinnvoll und hilfreich das Web 2.0 auch ist, es birgt etliche Gefahren, deren sich unsere Kinder nicht mal ansatzweise bewusst sind. Leider sind auch Eltern und Lehrer damit sehr häufig überfordert.“, meint Thomas Floß, Leiter des Arbeitskreises „Datenschutz geht zur Schule“ beim BvD.

Seit Ende 2008 gibt es diese Initiative des BvD, in der mittlerweile knapp 20 Datenschutzberater aus dem ganzen Bundesgebiet mitarbeiten. Erstes Arbeitsergebnis ist ein Unterrichtskonzept für die Sekundarstufe I. Themen wie SchülerVZ und StudiVZ, Video- und Musikdownloads, Gefahren in Chatrooms etc. stehen hier im Mittelpunkt.

Das neue Konzept soll nach den Herbstferien in NRW, Bayern und Baden-Württemberg in eine erste vierteljährliche Probephase gehen. Danach werden die BvD-Datenschutzexperten ehrenamtlich an den Schulen unterrichten und dabei klare und einfache Verhaltensregeln aufzeigen, um die Schüler, sowie auf Wunsch auch die Eltern und die Lehrer, bezüglich dieser Gefahren deutlich sensibilisieren.

„Die Daten unserer Kinder sind inzwischen ein unschätzbares Wirtschaftsgut. Das zeigt erneut der aktuelle Datendiebstahl bei SchülerVZ.“, so Thomas Floß weiter. „Natürlich müssen auch die Plattformanbieter ihren Beitrag zu mehr Sicherheit leisten. Aber das Hauptproblem liegt unserer Meinung nach im leichtfertigen Umgang mit den eigenen Daten. Hier setzen unsere Sensibilisierungsveranstaltungen an.“

Für Rückfragen von interessierten Schulen und Elternvertretern steht Thomas Floß unter der E-Mailadresse thomas.floss@bvdnet.de zur Verfügung.

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Nicht verwunderlich, dass unser Nachbar Gerald Reischl in Bezug auf das Datenschutzbewusstsein zu ähnlichen Schlussfolgerungen kommt wie wir; hier aus seinem Kurzreferat vor dem österreichischen Parlament:

Daher fordere ich mehr Aufklärung in Schulen, die Politik muss in Bereich noch viel mehr Verantwortung übernehmen mit Unterricht an Schulen und Bewusstseinsbildung fördern – wie etwa Datenschutz-Unterricht und/oder Google- Facebook-Projekte an Schulen. Aber auch in der Politik selbst ist Aufklärung wichtig, denn oft erscheint es mir – Stichwort Google Streetview –, dass nicht einmal Entscheidungsträger wissen, wie der Datenschutz-Hase läuft. Jeder Internet-Nutzer sollte wissen, was mit seinen Daten passieren kann, wenn er sie, wie bei den sozialen Netzwerken üblich, freiwillig bekannt gibt. Und er muss wissen, wie Firmen agieren, die ohne unser Wissen Daten sammeln.

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